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Innovationsgruppe UrbanRural Solutions: Innovationen im regionalen Daseinsvorsorgemanagement durch optimierte Unterstützung von Stadt-Land-Kooperationen

Vielfältige aktuelle und künftige Problemlagen der räumlichen Planung erfordern eine regionale Perspektive, um nachhaltige Lösungen zu finden. Eine der drängendsten Herausforderungen ist dabei das Spannungsfeld aus schwindenden finanziellen Ressourcen der öffentlichen Hand und demografischem Wandel, aus dem die Notwendigkeit entsteht, die Strukturen der regionalen Daseinsvorsorge in vielen Punkten zu überdenken.

Aus einer alternden Bevölkerung und dem Nebeneinander wachsender und schrumpfender Räume folgen komplexe Abstimmungserfordernisse auf regionaler Ebene, die insbesondere zwischen urbanen und ländlichen Räumen hervortreten. Gefragt sind innovative Strategien zur regionalen Aufgabenteilung, die nur in Abstimmung zwischen allen relevanten Akteuren einer Region umgesetzt werden können. Die nötigen Kooperationen kommen aber – wenn überhaupt – nur zögerlich zustande; ein entscheidendes planerisches Defizit für die Zielsetzung eines nachhaltigen Landmanagements.

Die transdisziplinäre Innovationsgruppe UrbanRural Solutions setzt sich das Ziel, effektive regionale Kooperationen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Daseinsvorsorge zu ermöglichen, die ohne Input aus der Forschung nicht zustande kämen. Dazu ist es nötig, die bisherigen Grenzen und Hemmnisse bei der Umsetzung regionaler strategischer Aushandlungsprozesse zu erforschen und die Gründe für Erfolg oder Scheitern von Kooperation besser zu verstehen.

Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen innovative und praxisrelevante Ansätze entwickelt werden, mit deren Hilfe die bisherigen Hindernisse gezielt adressiert und ausgeräumt werden können. Geplant sind z.B. innovative Beteiligungsformate, Kosten-Nutzen-orientierte Szenariotools und ein digitaler Daseinsvorsorgeatlas.

Die Bedingungen bei der Gestaltung regionaler Daseinsvorsorge sind äußerst komplex und von Region zu Region unterschiedlich. Dieser großen Spannbreite wird durch eine transdisziplinäre Projektausrichtung begegnet, die neben wissenschaftlicher Expertise auch Praxispartner gleichberechtigt einbezieht. An der Innovationsgruppe beteiligt sind drei Regionen: neben der Region Köln sind dies der Landkreis Göttingen und der Erweiterte Wirtschaftsraum Hannover.

Die drei Untersuchungsregionen unterscheiden sich deutlich in ihren jeweiligen demografischen Herausforderungen. Daneben weisen die drei Regionen eine unterschiedliche Verwaltungsstruktur mit variierenden fachlichen Zuständigkeiten auf. So kann eine möglichst große Breite bestehender Hemmnisse untersucht und die Übertragbarkeit der Lösungsansätze auf andere Regionen gesichert werden.

 

 

Verbundpartner:
• Technische Universität Hamburg Harburg, Institut für Verkehrsplanung und Logistik und Institut für Technologie- und Innovationsmanagement
• Institut für Landes- und  Stadtentwicklungsforschung
• Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Leibniz-Forum für Raumwissenschaften
• Region Hannover / Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover
• Stadt Köln, Kämmerei
• Landkreis Göttingen, Amt für Kreisentwicklung und Bauen

Auftraggeber Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bearbeiter Dr. Anna Rauch, Dr. Bernhard Koldert, Dr. Michael Thöne, Tobias Müller, MSc
Status laufend
Veröffentlichungen