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Vermögensbesteuerung in Großbritannien und den Niederlanden

Das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut hat von der SPD-Bundestagsfraktion den Auftrag erhalten, in einem Kurzgutachten zu untersuchen, welche Bedeutung die steuerliche Heranziehung von Vermögen für die Staatsfinanzierung in Großbritannien und in den Niederlanden hat. Untersucht werden also zwei Länder, die häufig aufgrund ihrer Steuerpolitik sowohl als mögliches Vorbild als auch als ernsthafte Konkurrenten für Deutschland im internationalen Standortwettbewerb gelten.

Der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede in der Struktur der Besteuerung. Auch wenn Großbritannien eine Vermögensteuer im strengen Sinn des Wortes nicht kennt, ist die Belastung von Vermögen mit Steuern erheblich höher als in den Niederlanden und in Deutschland. Strukturelle Unterschiede bestehen auch hinsichtlich der Steuerpflichtigen: in Großbritannien ist ungefähr die Hälfte der Belastung als ertragsunabhängige Substanzbesteuerung von Unternehmen aufzubringen, während in den Niederlanden ein geringerer Anteil von Gewerbe und Industrie zu tragen ist.

Auf der Ebene der Vermögensbesteuerung im weiten Sinne zeigen sich im Gegensatz hierzu weitgehend ähnliche Strukturen, sowohl im Hinblick auf den Anteil der erwirtschafteten Einnahmen als auch in Bezug auf die Belastung relativ zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Vergleich zu Deutschland ist diese Belastung aus der Vermögensbesteuerung etwa doppelt so hoch.

Auftraggeber Fraktion der SPD im Deutschen Bundestag
Bearbeiter Rainer Scholl
Status Abgeschlossen
Veröffentlichungen