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Ökonomische und umweltpolitische Beurteilung einer Pfandpflicht bei Einweggetränkeverpackungen

Schon in den Jahren 1982 und 1986 hat u. a. auch das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut zum einen im Auftrag des Umweltbundesamtes und zum anderen im Auftrag der Verpackungswirtschaft gutachterlich zum Zwangspfand, allerdings auch zu anderen Instrumenten, Stellung bezogen. In zehn Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Getränkeverpackungen - nicht zuletzt durch die Verpackungsverordnung und durch die Existenz des DSD (Duale System Deutschland) - erheblich geändert. Insoweit erschien es plausibel, das Zwangspfand erneut einer Analyse zu unterziehen und dabei gerade die möglicherweise aufgrund neuer Rahmenbedingungen eingetretenen Veränderungen seiner spezifischen Leistungsfähigkeit zu bewerten. Dies war auch der Anlass für den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, über das Umweltbundesamt erneut eine Kurzstudie vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln erstellen zu lassen.

Gegenüber den früheren Studien geht es nicht mehr allein um eine allgemeine Evaluierung der Pfandpflicht und ihrer grundsätzlichen Leistungsfähigkeit, auch nicht um einen idealtypischen Modellvergleich zwischen einem abstrakten Pfand und einer Alternative. Vielmehr kommt es nunmehr im Rahmen der bestehenden Verpackungsverordnung (VerpackVO) und des funktionierenden DSD darauf an, zu untersuchen, ob eine gesonderte, in der Ausgestaltung durch die VerpackVO vorgeprägte Zwangsbepfandung für Einweggetränkeverpackungen und deren Herauslösung aus der DSD in ökonomischer wie ökologischer bzw. umweltpolitischer Sicht bessere Vermeidungs- und Verwertungsergebnisse zu denselben oder zu geringeren Kosten liefern kann als eine Beibehaltung der bestehenden Entsorgungsstruktur in der DSD.

Auftraggeber Umweltbundesamt
Bearbeiter Bodo Linscheidt, Dr. Dieter Ewringmann
Status Abgeschlossen
Veröffentlichungen